Mein Weg zur Performance-Psychologie
Von der eigenen Bühnenangst zur professionellen Begleitung
Ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn der Körper rebelliert, obwohl der Verstand bereit ist. Meine Arbeit mit Bühnenangst begann nicht in einem Hörsaal, sondern auf einer Konzertbühne – als ich selbst erlebte, wie lähmend diese Angst sein kann.
Mit 24 Jahren stand ich kurz vor meinem Durchbruch als Cellistin. Ich hatte an renommierten Konservatorien studiert, bei den besten Lehrern gelernt, unzählige Stunden geübt. Technisch war ich auf höchstem Niveau. Doch sobald ich ein Publikum sah, versagte mein Körper.
Die Hände zitterten. Die Atmung wurde flach. Mein Verstand – normalerweise mein zuverlässigster Verbündeter – schien sich gegen mich zu wenden. Jeder Auftritt wurde zur Qual statt zur Freude.
Der Wendepunkt
Nach einem besonders schwierigen Konzert, bei dem ich vor Nervosität kaum spielen konnte, stellte ich mir eine Frage: Was wäre, wenn das Problem nicht meine mangelnde Fähigkeit wäre, sondern mein Verständnis von dem, was auf der Bühne wirklich geschieht?
Diese Frage führte mich zur Psychologie. Ich begann, die Mechanismen hinter Bühnenangst zu erforschen – nicht nur theoretisch, sondern am eigenen Leib. Ich studierte Neuropsychologie, körperzentrierte Therapieansätze und Achtsamkeitspraktiken.
"Die Transformation begann, als ich aufhörte, die Angst zu bekämpfen, und anfing, sie zu verstehen."
Nach Jahren der Arbeit an mir selbst – und dem erfolgreichen Abschluss meines Psychologie-Studiums – entdeckte ich nicht nur einen Weg zurück auf die Bühne, sondern auch meine wahre Berufung: anderen Menschen zu helfen, die dasselbe durchmachen.
Expertise und Ausbildung
Diplom-Psychologie
Abschluss an der Humboldt-Universität zu Berlin mit Schwerpunkt Klinische Psychologie und Neuropsychologie
Zertifizierung in Somatic Experiencing
Dreijährige Ausbildung in körperzentrierter Traumatherapie nach Dr. Peter Levine
MBSR-Lehrerin
Mindfulness-Based Stress Reduction nach Jon Kabat-Zinn, spezialisiert auf Performance-Anxiety
Kontinuierliche Weiterbildung
Regelmäßige Teilnahme an internationalen Konferenzen für Performance-Psychologie und Supervision bei führenden Experten
Meine Arbeitsphilosophie
Über die Jahre habe ich mit Hunderten von Künstlern, Rednern und Performern gearbeitet. Was ich dabei gelernt habe: Es gibt keine Universallösung für Bühnenangst.
Jeder Mensch trägt seine eigene Geschichte, seine eigenen Ängste und seine eigenen Ressourcen in sich. Meine Aufgabe ist es nicht, Ihnen eine Methode überzustülpen, sondern gemeinsam mit Ihnen herauszufinden, was Sie wirklich brauchen.
Ich arbeite integrativ – das bedeutet, ich kombiniere verschiedene Ansätze je nachdem, was in Ihrer spezifischen Situation am hilfreichsten ist. Manchmal braucht es körperliche Arbeit, um das Nervensystem zu regulieren. Manchmal geht es um kognitive Muster, die hinterfragt werden müssen. Und manchmal ist es eine Frage der spirituellen Ausrichtung – des Findens von Sinn und Zweck im eigenen Tun.
Grundprinzipien meiner Arbeit:
- Respekt vor Ihrer individuellen Erfahrung
- Evidenzbasierte Methoden kombiniert mit jahrtausendealter Weisheit
- Fokus auf nachhaltige Veränderung, nicht auf schnelle Fixes
- Arbeit mit dem ganzen Menschen – Körper, Geist und Emotionen
- Ermächtigung statt Abhängigkeit
Jenseits der Professionalität
Wenn ich nicht mit Klienten arbeite, finden Sie mich wahrscheinlich in der Natur – beim Wandern in den Alpen oder beim Schwimmen in den Berliner Seen. Die Verbindung zur Natur erdet mich und erinnert mich daran, dass wir alle Teil von etwas Größerem sind.
Ich spiele noch immer Cello, allerdings heute ohne die lähmende Angst von früher. Musik ist für mich nicht mehr ein Ort der Prüfung, sondern der Freude und des Ausdrucks. Diese Transformation möchte ich an meine Klienten weitergeben.
Lass uns gemeinsam arbeiten
Wenn Sie bis hierher gelesen haben, spüren Sie wahrscheinlich, dass sich etwas verändern muss. Vielleicht haben Sie schon vieles versucht. Vielleicht sind Sie skeptisch, ob überhaupt etwas helfen kann.
Ich lade Sie ein, es trotzdem zu versuchen. Nicht weil ich versprechen kann, dass alles sofort leicht wird – sondern weil ich weiß, dass Veränderung möglich ist. Ich habe es selbst erlebt und in den letzten zwei Jahrzehnten bei unzähligen Menschen begleitet.